Mit über 50000 Besuchern war die "Airshow Laage" neben der ILA die größte Luftfahrtveranstaltung des Jahres 2014 in Deutschland. Vor dem eigentlichen Event am 23. August 2014, waren mehr als zwei Jahre Vorbereitung erforderlich, um den Tag der offenen Tür auf dem Fliegerhorst Laage bei Rostock zu einem unvergesslichen Tag für die teilweise aus ganz Deutschland und aus dem europäischen Ausland angereisten Luftfahrtbegeisterten zu machen.

Natürlich wurde dieser Aufwand nicht ohne einen - oder genauer gesagt - drei gute Gründe betrieben. Schießlich hatte man in Laage verschiedene Jubiläen zu würdigen: Neben dem 55-jährigen Geburtstag des eigenen Verbandes, feierte man zudem 30 Jahre Flugbetrieb am Standort Laage sowie allem voran und stellvertretend für die gesamte Luftwaffe "10 Jahre Flugbetrieb mit dem EUROFIGHTER".

Dabei kam die Entscheidung, das Jubiläum zum Flugbetrieb mit dem EUROFIGHTER ausgerechnet in Laage zu begehen sicher nicht von ungefähr, denn am 30. April 2004 stellte das Taktische Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff" als erster Verband der Luftwaffe den EUROFIGHTER in Dienst. Damit ist kein anderer Verband derart eng mit der Geschichte des EUROFIGHTER verknüpft, wie das Geschwader in Laage.

In den vergangenen zehn Jahren kam es übrigens zu keinem ernsthaften Zwischenfall im Flugbetrieb mit dem EUROFIGHTER, wie Oberst Bernhard Teicke, Kommodore des TaktLwG 73 "S", stolz in seiner Ansprache zur Begrüßung der Gäste bemerken konnte. Darüber hinaus zeigte sich der Kommodore äußert zufrieden mit Planung und Durchführung der Großveranstaltung, an der mehr als 1100 Bundeswehrangehörige mitgewirkt hatten.

Mehr als 30 unterschiedliche Aussteller, 40 Militär- und Zivilflugzeuge sowie ein zweimal durchgeführtes Flugprogramm, welches neben Solo-Displays einer polnischen MiG-29 sowie einer tschechischen Saab JAS 39 "Gripen" auch eine Fähigkeitsdarstellung von Luftfahrzeugen der Bundeswehr sowie eine Abfangübung mit drei EUROFIGHTER beinhaltete, lieferten einen angemessenen Rahmen für die Feierlichkeiten.

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Natürlich stellt ein Tag der offenen Tür eine gelungene Abwechslung vom Geschwaderalltag dar und bietet nicht zuletzt auch den Geschwaderangehörigen die Möglichkeit, ihren Familien und Freunden den eigenen Arbeitsplatz näher zu bringen.

Dennoch sollen auch die Leistungen bei der Erfüllung de eigentlichen Auftrages, der Ausbildung von Piloten auf dem EUROFIGHTER, nicht unerwähnt bleiben: Mit mehr als 25000 Flugstunden kann der Verband in Laage auf die meisten EUROFIGHTER-Stunden in der Luftwaffe zurückblicken und konnte in dieser Zeit schon über 200 Luftfahrzeugführer in unterschiedlichen Lehrgängen ins Cockpit des modernsten Waffensystems der Luftwaffe bringen. Die Zukunft des Traditionsgeschwaders "Steinhoff" bleibt spannend.

Christoph Wagner & Daniel Kehl

www.natoflugplatz-pferdsfeld.de
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